Rebschneidegeräte

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Die Rebschneidegeräte werden gebraucht, um den nicht benötigten Rebholzaufwuchs auf Ruten oder Zapfen zu entfernen.

Handgeführte Geräte

Manuell betriebene Rebschere:
Diese Schere wiegt 200 bis 220 g. Sie soll das Handgelenk entlasten, gut der Hand angepasst und mit einer nicht allzu harter Feder ausgestattet sein. Die Schere ist geeignet zum Anschneiden und Ausputzen der Ruten sowie Herausschneiden des Rebholzes aus dem Drahtrahmen.
Rebschere mit pneumatischem Antrieb:
Die Schere hat eine kleine Kompressoranlage mit 12 - 16 bar Druck. Die Versorgung der Schere erfolgt durch einen Druckluftschlauch. Das Gewicht der Schere ist mit 700 bis 900 g relativ hoch. Sie ist nur zum Anschneiden geeignet und führt zu einer Arbeitserleichterung und -beschleunigung von bis zu ca. 15% gegenüber der Handschere.
Rebschere mit elektrischem Antrieb (Akku):
In der Schere befindet sich ein elektrischer Antriebsmotor. Das Gewicht der Schere ist relativ hoch (850 bis 1000 g). Eine Arbeitserleichterung und -beschleunigung kann nur beim Anschneiden des Rebstockes (bis ca. 15% Arbeitszeiteinsparung) erzielt werden.
Generell gelten die folgenden Anforderungen für Handscheren:

  • gute Handanpassung
  • keine allzu dicken Griffe
  • nicht zu schwer.

Schlepperangebaute Geräte

Die Rebholzvorschneidemaschine für Zapfenschnitt ist ein an die Schlepperfront angebautes Überzeilengerät mit zwei gegenläufigen Schneideköpfen zum Kurzschneiden des Rebholzes im Drahtrahmen. Dabei ist jedoch ein Nachschnitt von Hand auf Zapfen (Kordonschnitt) erforderlich. Die mögliche Arbeitszeiteinsparung beträgt bis zu 50%.

Einzelnachweise


Literaturverzeichnis

  • Schumann, F. (1998): Weinbaulexikon. Meininger Verlag GmbH, Neustadt an der Weinstraße: 294 Seiten, ISBN 3-87524-131-2.