Laubschnitt

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Unter dem Laubschnitt versteht man das Einkürzen von grünen Rebtrieben. Ziele sind die Verschiebung des Assimilatenverbrauchs zu Gunsten der Trauben- und Holzreife und zu Lasten der Triebspitze (vegetatives Wachstum) sowie die Erhaltung der Befahrbarkeit der Fahrgassen.

Gliederung des Laubschnitts

Meist wird der Laubschnitt gegliedert in
1. Vorentspitzen: weit über den Drahtrahmen hinausgewachsene Triebe werden auf die gewünschte Laubwandhöhe (13-16 Blätter/Trieb) eingekürzt, um ein Umkippen und Abbrechen zu verhindern (Termin: ca. Mitte Juli).
2. Gipfeln: Nachgewachsene Haupttriebe und zu lange Geiztriebe werden eingekürzt. Wichtig ist es, genügend Blattmasse (Blatt-Frucht-Verhältnis) zu belassen (Laubwandhöhe, Geiztriebe), ohne durch zuviel Laub Traubenzonenverdichtungen zuzulassen (Termin: erste Augusthälfte).
Zur Durchführung stehen in Direktzuglagen leistungsfähige und schlagkräftige Schlepperanbaugeräte in ein- oder doppelseitiger Ausführung oder als Überzeilengeräte zur Verfügung. In Seilzug- und Terrassenlagen finden häufig noch einfache Handgeräte, wie Sichel und Heckenschere, Verwendung. Das Schnittlaub wurde früher in der Viehhaltung als Futter verwertet, verbleibt heute jedoch als Humusstoff im Weinberg.

Einzelnachweise


Literaturverzeichnis

  • Schumann, F. (1998): Weinbaulexikon. Meininger Verlag GmbH, Neustadt an der Weinstraße: 294 Seiten, ISBN 3-87524-131-2.