Knospenfruchtbarkeit

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Knospenfruchtbarkeit bedeutet die Anzahl der angelegten Gescheine und Blüten an einem Trieb. Sie wird bereits bei der Ausbildung der Knospe im Sommer des Jahres vor ihrem Austrieb festgelegt und durch dann vorliegende Wachstumsfaktoren (z. B. Temperatur, Licht, Wasser- und Nährstoffversorgung) entscheidend beeinflusst. Bei manchen Rebsorten ist die Fruchtbarkeit der Basisknospen (Knospen in Stammnähe) besonders gering (Scheurebe), während andere Sorten (Riesling, Burgunderarten und Traminer) auch dort Trauben bringen. Die erste Traube sitzt bei den Hauptknospen am 3. - 4. Knoten, bei Nebenaugen am 4. - 5. Knoten mit verringerter Traubenanzahl (weniger ausgeprägt bei Morio-Muskat, stark bei Portugieser oder Dornfelder). Wegen der späten Entwicklung nach dem Ausbrechen sind Wasserschosse am Stamm oder Spättriebe nach Maifrost oder Hagelschäden unfruchtbarer und verhalten sich meist wie Nebenaugen. Im Jahr des Austriebs gebildete Stammknospen sind meist völlig unfruchtbar (Ausnahme: Morio-Muskat).

Einzelnachweise


Literaturverzeichnis

  • Schumann, F. (1998): Weinbaulexikon. Meininger Verlag GmbH, Neustadt an der Weinstraße: 294 Seiten, ISBN 3-87524-131-2.