Hangneigung

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Sie beeinflußt in den nördlichen Weinbauländern stark die Güte einer Weinbergslage, aber auch die Bewirtschaftbarkeit der Weinberge. Üblich ist die Einteilung in Flachlagen, Hanglagen und Steillagen. Generell sind steilere Lagen mit der richtigen Exposition durch den höheren Energiegenuss aus dem Sonnenlicht besser zu beurteilen als Flachlagen. Starke Hangneigung erschwert jedoch die maschinelle Bewirtschaftbarkeit. Die Hangneigung wird in Prozent angegeben (Beispiel: Ein Anstieg von 30 cm über einer waagrechten Strecke von 100 cm entspricht der Hangneigung 30 %).

Hangrichtung

Die Hangrichtung gibt die Neigung zur Himmelsrichtung an, d.h. eine Südlage ist nach Süden hin geneigt. Auf der Nordhalbkugel der Erde werden Rebstandorte mit Hangrichtung Süden, Südwesten und Südosten in dieser Reihenfolge aufgrund der höchsten Sonneneinstrahlungsintensität als beste Lagen bezeichnet. Nach Westen und Osten geneigte Flächen gelten als mittlere Lagen, während Nordlagen als für den Weinbau ungeeignet eingestuft werden. In Ländern, wo die Sonneneinstrahlungsmenge nicht als begrenzender Faktor der Lagenqualität anzusehen ist (z.B. Südeuropa) oder auf der Südhalbkugel gelten andere Qualitätseinstufungen der Hangrichtung.

Einzelnachweise


Literaturverzeichnis

  • Schumann, F. (1998): Weinbaulexikon. Meininger Verlag GmbH, Neustadt an der Weinstraße: 294 Seiten, ISBN 3-87524-131-2.