Cabernet Sauvignon

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Rebsorte "Cabernet Sauvignon"

Schon im 13. und 14. Jh. wurden Weine aus der Rebsortenkombination Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Petit Verdot und Malbec von den englischen und aquitanischen Höfen bevorzugt.[1] Sie haben den Wein- und Rebenexport Frankreichs nach allen Erdteilen begründet.[1]

Weitere Namen für die Sorte sind: Bidure, Marchoupet, Petite Vidure (Frankreich), Bordeaux (Rumänien), Burdeos Tinto (Spanien), Kaberne- Sovinjon, Lafite (Russland, Bulgarien); Petit Cabernet (Marokko).[1]

Ampelographie

Cabernet Sauvignon: verrieselte Trauben, die neben reifen Beeren auch noch kleine grüne, unreife Beeren aufweisen

Für diese Sorte werden folgende Mekmale angegeben [1]:

  • Triebspitze mittel- bis starkwollig behaart,
  • Blatt mittelgroß, tiefgrün, glänzend, fünflappig, Seitenbuchten tief eingeschnitten, außen überlappend, innen einen offenen Kreis bildend, Oberseite: blasig, Unterseite: mit Woll- und Bortsenhaaren, kleine Blätter: nachlassende Behaarung,
  • Blattrand mit leuchtend roten, großen, spitzbogigen Zähnen,
  • Stielbucht lyrenförmig, geschlossen bis überlappend, oft mit bloß liegenden Adern an der Stielbuchtbasis,
  • Blattstielansatz stark verdickt,
  • Trauben klein bis mittelgroß, geschultert, konisch, meist lockerbeerig, lang gestielt (im Sommer rot verfärbt), mit Nebentrauben,
  • Beeren klein, rund, schwarz, dicke harte Beerenhaut mit Wachsbelag, festes Fruchtfleisch,
  • starker Wuchs,
  • sehr späte Reife


Standortansprüche

Cabernet Sauvignon: halbierte Trauben sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten
  • stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden (mittelschwer)
  • nicht für frostgefährdete Lagen geeignet (in späten Jahren und ungünstigen Lagen kann es Reifeprobleme geben),
  • gegen Trockenheit wenig empfindlich,
  • geringe Botrytis-Empfindlichkeit aufgrund der lockeren Traubenstruktur,
  • blüteempfindlich
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Einen Überblick zur Widerstandsfähigkeit der Sorte finden Sie auf folgender Seite:
Widerstandsfähigkeit von Rebsorten



Anbau

Die folgende Tabelle verschafft einen Überblick über den Anbau von Cabernet Sauvignon:

  • (*) 1. Anbaustatistik für das Jahr 2015 [2]
  • (**) 2. Anbaustatistik für das Jahr 2015 [3]
Anbaugebiet Fläche [ha] Anteil [%]
Deutschland* 364 keine Angaben
Rheinland-Pfalz** 312 0,5
Pfalz**
188 0,8
Rheinhessen**
105 0,4
Nahe*
13 keine Angaben
Mosel*
4 keine Angaben
Ahr*
1 keine Angaben
Baden-Württemberg* 42 keine Angaben
Württemberg*
17 keine Angaben
Baden*
24 keine Angaben
Hessen* 7 keine Angaben
Hessische Bergstraße*
2 keine Angaben
Rheingau*
5 keine Angaben
Bayern (Franken)* 3 keine Angaben


Ertrag und Wein

Ertrag:

  • mittelhoch und unregelmäßig

Wein:

  • liefert kräftige (tanninreiche), rassige, rubinrote, edelste Rotweine von langer Haltbarkeit und typischem Bukett
  • eignet sich sehr gut für die Holzfasslagerung (Barriqueausbau)
  • Wein wird vielfach mit Cabernet Franc und Merlot verschnitten. Cabernet Sauvignon ist die wichtigste Rotweinsorte im Weinbaugebiet von Bordeaux (Frankreich) und wurde mittlerweile weltweit sehr intensiv ausgepflanzt.


Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Ambrosi, H., Dettweiler-Münch, E., Rühl, E. H., Schmid, J. & F. Schumann (1998): Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 2., verbesserte und ergänzte Auflage, Eugen Ulmer GmbH & Co, Stuttgart (Hohenheim): 320 Seiten (siehe Seite 86-87), ISBN 3-8001-5719-5.
  2. Statistisches Bundesamt (2016): Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Landwirtschaftliche Bodennutzung - Rebflächen. Fachserie 3 Reihe 3.1.5.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (2016): Statistische Berichte - Bestockte Rebflächen 2015. Bad Ems, C I - j/15, Kennziffer: C1073 201500, ISSN: 1430-5070.

Literaturverzeichnis

  • Ambrosi, H., Dettweiler-Münch, E., Rühl, E. H., Schmid, J. & F. Schumann (1998): Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 2., verbesserte und ergänzte Auflage, Eugen Ulmer GmbH & Co, Stuttgart (Hohenheim): 320 Seiten, ISBN 3-8001-5719-5.
  • Bauer, K. (2008): Weinbau. 8., aktualisierte Auflage, Österreichischer Agrarverlag Druck- und Verlagsges.m.b.H. Nfg. KG, Wien: 432 Seiten, ISBN 978-3-7040-2284-4.