Blanc de noir

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Der Begriff darf nach der Änderung des EU-Bezeichnungsrechtes 2003 verwendet werden. Bei der Angabe "Blanc de noir" handelt es sich um eine sonstige Angabe im Sinne des neuen Weinbezeichnungsrechtes, deren Verwendung fakultativ ist. Einige Vorgaben müssen dabei beachtet werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten den so hergestellten Wein mit oder ohne Angabe der Weinart als "blanc de noir" zu bezeichnen.

  • Die Bezeichnung „Rosé“ oder „Roséwein“ ist bei diesen Weinen auf dem Etikett nicht zulässig.
  • Die Farbe der Weine muss „weiß“ sein.
  • Weißherbst kann mit der Angabe "Blanc de noir" angegeben werden. Die Angabe kann auf dem Hauptetikett oder auf dem Rückenetikett mit anderen informativen Angaben gemacht werden. Bei der Angabe Weißherbst, muss der Wein aus einer einzigen Rebsorte durch Hellkelterung hergestellt sein, inklusive der Süßreserve. Die Möglichkeit bis 5 % Rotwein der gleichen Sorte zuzusetzen dürfte hier keine Rolle spielen.
  • Bei einem hellgekelterten Wein kann auf die Weinart "Weißherbst" verzichtet werden. Es kann auch nur die Rebsorte angegeben werden.
  • "Blanc de noir" kann auch aus mehreren Rebsorten hergestellt werden. Sollten mehr als zwei Rebsorten beteiligt sein, so können diese nicht unmittelbar bei der Bezeichnung "Blanc de noir" stehen, sondern müssen auf einem getrennten Etikett angegeben werden. Aus dem Rundschreiben des MWVLW Mainz vom 19.12.03 wurde folgende Vorgehensweise vorgegeben;
  • Bei der Bezeichnung "Blanc de noir" sind hinsichtlich der maximal zulässigen Schwefeldioxidgehalte, die für Roséweine geltenden Grenzwerte anzuwenden (bei unter 5g/l Restzucker 200 mg/l und über 5 g/l Restzucker 260 mg/l, Prädikate entsprechend)
  • Für die Durchführung der Qualitätsweinprüfung muss eine Weinart auf dem Prüfungsantrag angegeben werden, hierzu sollte die Weinart "Rosé" verwendet werden.

Einzelnachweise


Literaturverzeichnis

Binder Georg, Stefan Scherrer (2014): Weinrecht für Praktiker in Rheinland-Pfalz. Neustadt an der Weinstraße. 

Dieser Artikel befasst sich mit den Themen des Weinrechtes und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit (Stand Dezember 2010). Alle Angaben sind ohne Gewähr. Umfassende Informationen finden Sie auf der Juris Datenbank "Weingesetz" (www.gesetze-im-internet.de)